Andalusier

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Andalusier

Herkunft:

Spanien
Stockmaß: 155 cm - 165 cm
Charakter: agil, temperamentvoll, willig und gehorsam
Verwendung: ausgezeichnetes Dressurpferd, Zirkuspferd, Klassische Dressur (in Spanien: Stierpferd)
Besonderheiten: Gangarten: Schritt, Trab, Galopp
Gangmechanik: rund und erhaben, mit deutlicher Knieaktion, ruhig und ausdrucksvoll
 

Nobles Pferd iberischer Prägung, besonders für die Hohe Schule geeignet. Kompakt, mittelgroß, muskulös, von eleganten Bewegungen und großer Sprungkraft. Der Kopf ist trocken und edel, mit geradem oder leicht subkonvexem Profil, der Hals kräftig und hoch aufgesetzt, die Schulter schräg und die Mittelhand kurz. Das Fundament ist trocken, manchmal etwas leicht, die Hinterhand gut bemuskelt. Kompakter Rumpf mit harmonischer Oberlinie. Häufigste Farbe Schimmel, aber auch Braune, Falben und Rappen.

Der Andalusier stammt aus Andalusien im Süden Spaniens. Er war schon immer eine der berühmtesten und gefragtesten Rassen Europas. Seine Ursprünge sind unklar. Manche sind überzeugt, dass es sich hier um ein von Geburt an reinrassiges Pferd handelt. Andere glauben, dass er aus Kreuzungen zwischen einheimischen andalusischen Pferden leichte, wendige Tiere und Arabern und Berbern entstanden ist, die von den Mauren im B. Jahrhundert nach Spanien gebracht worden waren.

Wegen seiner Fähigkeiten in der Hohen Schule des Reitens war der Andalusier das ideale Kavalleriepferd. (Alle Bewegungen, die heute in der Spanischen Hofreitschule in Wien zu sehen sind, basieren auf Manövern, die die Pferde auf dem Schlachtfeld beherrschen mussten.) Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert wurde der Andalusier auch für die Entwicklung neuer Rassen herangezogen - der Lipizzaner (Osterreich), der böhmische Kladruber (heute Tschechische Republik), der Alter Real und der Lusitaner (Portugal) verdanken ihm viel.

Im frühen 19. Jahrhundert geriet diese Rasse in höchste Gefahr. Unter der Herrschaft Philipps 111. von Spanien wurden die Pferde mit mehreren anderen gekreuzt, um sie schwerer zu machen. Im Spanischen Krieg (1808-1814) entführten Napoleons Heere die besten ihrer Art, worauf mehrere Linien ausstarben. Die Andalusier verdanken ihr Überleben den Kartäusermönchen aus den Klöstern von Jerez, Sevilla und Castello, die diese Pferde schon seit dem 15. Jahrhundert mit großer Hingabe und unter Beachtung absoluter Artenreinheit züchteten. Diese Tiere entkamen der zweifachen Bedrohung durch Kreuzungen und durch die napoleonischen Kriege. Man eröffnete ein neues Gestüt, und wenig später stand die Rasse der Andalusier wieder in neuer Blüte.

Der Einfluss der Andalusier beschränkte sich nicht auf Europa. Viele von ihnen gelangten mit den Conquistadores in die Neue Welt, von wo aus sie sich allmählich über Nord- und Südamerika verbreiteten. In den Vereinigten Staaten haben Appaloosa, das Quarter Horse, das Saddlelbred und der Mustang Andalusier-Blut, genauso wie der Peruanische Paso, der Paso Fino aus Puerto Rico und der argentinische Criollo. Der angeborene Paso - Gr Peruanische Paso, der Paso Fino aus Puerto Rico und der argentinische Criollo. Der angeborene Paso - Gang der Andalusier (ein Unzusammenhängender Viertakt) wurde beim Peruanischen Paso und beim Paso Fino zur Vollendung gebracht. In Spanien ist ein reinrassiger Andalusier heute ein großer Luxus. Für gewöhnlich wird er nur bei besonderen Gelegenheiten geritten - bei Straßenparaden, bei Vorführungen der Hohen Schule der Reitkunst und als Reittier der berittenen Stierkämpfer (Rejoneadores).

 Der Andalusier hat ein exzellentes Wesen. Er ist intelligent, sanft, ruhig und sehr willig in der Zusammenarbeit. Mit seinem Hochgesetzten Schritt und seiner ausgreifenden Aktion (bei der er die Vorderbeine bei jeder Bewegung weit zur Seite schwingt) ist er der Star jeder Vorführung.