Anglo-Karachai

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Anglo-Karachai

Exterieurbeschreibung:
Von ihren Karachai-Vorfahren haben die Anglo-Karachais manchmal das ramsköpfige Profil, den geraden Rücken, die bemuskelte Lendenpartie, die leicht abgeschlagene Kruppe mit einem tief angesetzten Schweif und die kräftigen Gliedmaßen, von den Vollblütern die relative Hochbeinigkeit, einen langen Hals und eine schöne schrägere Schulter. Die Schulterstellung kann jedoch variieren, je nachdem, wie hoch der Vollblut-Anteil ist, ist die Stellung der Schulter schräger, oder bei höherem reinrassigem Anteil steiler. Einfluss hierauf hat jedoch nicht nur der Vollblut-Anteil, sondern auch die Erbanlagen. Anglo-Karachais verfügen über eine wesentlich bessere Sattellage und einer sehr deutlich sichtbaren Trockenheit der Vor- und Hintergliedmaßen. Das Stockmaß liegt zwischen 158 und 160 cm.

Herkunft:
Die Tiere werden in Russland und in den angrenzenden Ländern gezüchtet.

Leistung:
Die Pferde sind für den Vielseitigkeitssport und Springsport, aber auch für den Freizeitbereich geeignet. Sie haben sehr leichte Gänge. Sie verbinden ein ausgesprochen freundliches, ausgeglichenes Wesen mit einer hohen Leistungsbereitschaft und unglaublicher Leistungsfähigkeit. Hier nur ein Beispiel: Die Strecke Pjatiggorsk-Rostov/Don, das sind 550 km, wurde in viereinhalb Tagen bei einer maximalen Tagesleistung von 150 km zurückgelegt.
 
Zuchtgeschichte:
Seit Anfang der 70er Jahre wird der Anglo-Karachai, auch Anglo-Karatschaever genannt, in seinem ursprünglichen Zuchtgebiet getrennt von seiner Ausgangsrasse geführt. Aus den selben Gründen, aus denen auch die Karachais in den Jahren 1943 bis 1983 als Kabardiner geführt wurden, wurden auch die Anglo-Karachais in Kabardiner geführt wurden, wurden auch die Anglo-Karachais in diesem Zeitraum als Anglo-Kabardiner geführt. Die Kreuzung der reinrassigen Karachais mit Vollblütern wurde seit langem durchgeführt. 1966 bestimmt eine Kommission, die die Untersuchung des Pferdebestandes des Anglo-Karachais durchgeführt hat, dass diese Rasse als eigenständige Rasse einer getrennten Erfassung erliegt.

Zur Zucht wurden sehr qualitätsvolle Vollblut-Hengste eingesetzt, die zu diesem Zweck extra aus England, Deutschland und Frankreich eingeführt wurden. Hier sind insbesondere die Stempelhengste 983 Lok-Sen (geb. 1923), 1658 Istorik (geb. 1939), Saksaul (geb. 1956) und Binom (geb. 1956) in der Zucht eingesetzt worden. Insbesondere die Nachkommen des besten Sohnes von 983 Lok-Sen, namens 0111 Luvr 51 aus einer Karachai-Stute, zeichnen sich durch hervorragende Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeit und einer festen Konstitution aus.