Bayerisches Warmblut

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Bayerisches Warmblut

Herkunft:

Deutschland
Stockmaß: 160 - 170 cm
Charakter: ausgeglichen, robust, willig
Verwendung: Reitpferd - Springen
Besonderheiten:  
 

Heute ein den anderen deutschen Warmblutrassen entsprechendes, modernes Sportpferd. Früher als Rottaler ein schweres, rumpfiges Wirtschaftswarmblut. Das Exterieur ist dem des Hannoveraners sehr ähnlich. Mittelgroßer Kopf, gut aufgesetzter Hals, der einer schrägen Schulter entspringt, genügend Rist. Gute Breite und Tiefe, stabiler Rücken, kräftige Lendenpartie und leicht abfallende Leistungskruppe. Fast stets ausreichend kräftiges und korrektes Fundament. gute Mechanik und gut durchschnittliches Springvermögen. Leistungswillig, robust; meist Braune und Füchse, seltener Rappen und Schimmel.

Bereits um 1000 n. Chr. hatte sich im bayerischen Rottal ein eigener Schlag eines brauchbaren Wirtschaftspferdes entwickelt, der nach dem 2. Weltkrieg im Typ des modernen Sportpferdes aufging. Das Bayerische Warmblut wurde anfänglich auf Basis spanischer, ungarischer und norddeutscher Zuchten für höfische und militärische Zwecke gezüchtet. Daneben gab es stets auch eine Kaltblutzucht für die Landwirtschaft. Seit 1754 war das Oberstallmeisteramt in München für eine planmäßige Zucht zuständig; dies war der Beginn des Staatsgestütwesens. Seit 1808 fungierte das schon 995 bestehende Staatsgestüt Schwaiganger als Remontedepot. Für die nach dem Krieg wieder aufzubauende Warmblutzucht zu Sportzwecken fanden Hengste der anderen Hochzuchtgebiete Verwendung.