Calabreser

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Calabreser

Herkunft:

Süditalien und auf Sizilien, Kalabrien, Ebene von Sibari und um Crotone
Stockmaß: ca. 160 cm
Charakter: ausgeglichen, lebhaft und unermüdlich
Verwendung: Reitpferd
Besonderheiten:  
Gangmechanik: Elastische, flache Bewegungen, gutes Springvermögen, angenehmes Wesen.
 

Mittelgroßes, heute beinahe modern wirkendes Warmblutpferd, das dennoch ein Hauch des alten Neapolitaners umgibt. Großer, leicht geramster Kopf mit freundlichem Ausdruck, auf einem langen, sehr gut geschwungenen, kräftigen Hals sitzend. Gute, schräge Schulter, Rist von mittlerer Höhe, kompakter Rumpf. Bei guter Tiefe und Breite etwas lang im Rücken, Kruppe gut bemuskelt und leicht abgeschrägt, tiefer Schweifansatz. Trockene, stabile Beine, relativ kurze Röhren, harte Hufe, nahezu kein Behang. Alle Grundfarben, meist aber Füchse und Braune

Bereits im Altertum waren Pferde aus Süditalien als besonders kräftig bekannt. Unter Dionysius 1. soll Sizilien die besten Pferde des Altertums besessen haben. In der Renaissance waren die so genannten Neapolitaner wegen ihrer Eleganz und Gelehrigkeit begehrt. Aufgrund der Nähe zu Nordafrika darf man einen star Gelehrigkeit begehrt. Aufgrund der Nähe zu Nordafrika darf man einen starken Einfluss des Berbers vermuten, aber auch spanisches Blut fand hierher. Der Calabreser und der ihm verwandte Salerner erfuhren im vorigen Jahrhundert durch politische Wirren einen Niedergang, der zu Beginn unseres Jahrhunderts durch die Einkreuzung Englischen Vollblutes aufgefangen wurde. Der alte Typ des ramsköpfigen, barocken Schulpferdes ging damit verloren. Der heutige Calabreser stellt im wesentlichen einen Schlag des Salerners dar.