Criollo

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Criollo

Herkunft:

Argentinien, Uruguay, Chile
Stockmaß: 140 -152 cm
Charakter: Stämmiges, athletisches Pferd der südamerikanischen Gauchos, robust und sehr ausdauernd, genügsam und regenerationsfähig
Verwendung: Westernreiten, Wanderreiten, Distanzreiten
Besonderheiten: Gangarten: Schritt, Trab, Galopp (in der Literatur Veranlagung zu lateralen Gängen erwähnt)
Gangmechanik: weiter Schritt, leichtfüßige, eher kurze Trabbewegungen und schneller, raumgreifender Galopp
 

Der Criollo, das typische argentinische Pferd, entwickelte sich aus Andalusiern, Berbern und Arabern, die von den Spaniern mitgebracht worden waren. Während sich die Pferde auf den argentinischen Pampas frei bewegten, wurden sie durch natürliche Auslese, durch Anpassung an die rauen Lebensbedingungen und an die extremen Temperaturen in diesem Land zu einer außergewöhnlich robusten Rasse.

Die Pferde sind schnell, wendig, intelligent und besonders gut bei der Viehhaltung einzusetzen - das beliebteste Pferd der argentinischen Gauchos. Man hat erfolglos versucht, das Criollo durch Kreuzungen mit anderen Rassen noch zu verbessern; heute wird in Argentinien nur noch selektiv gezüchtet. Die besten Zuchttiere werden bei jährlichen Wettbewerben ermittelt, bei denen 108 kg über 750 km ohne Fütterrlichen Wettbewerben ermittelt, bei denen 108 kg über 750 km ohne Fütterungspausen getragen werden müssen.

Das argentinische Polopony entstand aus einer Kreuzung zwischen Criollo (es steht für Ausdauer und Zähigkeit) und Vollblut (steht für Geschwindigkeit). Der brasilianische Crioulo und der venezolanische Llanero sind mit dem Criollo eng verwandt, da sie sich aus ähnlichen spanischen Tieren entwickelt haben. Von der typischen Criollo-Form unterscheiden sie sich heute aber sehr deutlich.