Muraköser Pferd

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Muraköser Pferd

Herkunft:

Ungarn
Stockmaß: 160 cm
Charakter: Freundlich, willig und aktiv
Verwendung: Landwirtschaftliche Arbeit, Zugarbeit
Besonderheiten: Großer Kopf mit konvexem Profil, kräftiger Rahmen, deutlich eingesunkener Rücken, kraftvolle Hinterhand, muskulöse Beine mit leichtem Kötenbehang
Gangmechanik:
 

Mittelschweres, praktisches Arbeitspferd, im Typ etwas an Noriker und leichte Ardenner erinnernd. Gerader, ausdrucksvoller Kopf, kurzer, sehr kräftiger Hals mit üppiger Mähne. Lange, ausreichend schräge Schulter und flacher Rist. Sehr kompakter, rundlicher Rumpf mit großem Brustumfang, breite und tiefe Brust. Kurze, abgeschlagene Spaltkruppe mit guter Bemuskelung. Starkes, dabei korrektes und trockenes Fundament, kräftige Gelenke, kurze Fesseln. Etwas Behang, harte und große Hufe. Freie Aktion im Schritt und Trab, robust und kräftig. Farbe: meist Schimmel und Rappen.

Der Muraköser ist das Zugpferd Ungarns. Es stammt aus der Gegend des Flusses Mura, der im Süden Ungarns liegt. Das Pferd wurde in der Zeit zwischen dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert entwickelt, als die Nachfrage nach kräftigen, schnellen Zugpferden besonders groß war. Entstanden ist es aus einer Kreuzung zwischen einheimischen, ungarischen Stuten, den Mur-Insulan, und Percherons, Ardennern, Norikern und ungarischem Halbblut (die einen Anteil Vollblut und Araberblut in die Linie brachten). Das Ergebnis war ein sehr kräftiges und aktives Zugpferd. Es wurde auch in der Armee eingesetzt.

Das Muraköser Pferd war dermaßen beliebt, dass etwa 20 Prozent aller Pferde in Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg zu dieser Rasse gehörten. Leider wurden im Zweiten Weltkrieg viele von ihnen getötet. Da es in der Landwirtschaft keine große Nachfrage mehr nach diesem Pferd gibt, wird die Zahl der Muraköser wahrscheinlich nicht mehr zunehmen.