Niederländisches Zugpferd (Kaltblut)

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Herkunft:

in den gesamten Niederlanden, besonders Utrecht, Zeeland, Limburg
Stockmaß: ca. 160 bis 168 cm, Gewicht 800 bis 1000 kg
Charakter:
Verwendung: Arbeitspferd, Schlachttier
Besonderheiten: Trotz seiner Masse bewegt sich der Niederländer flott und energisch, bei gutem Raumgriff im Schritt und Trab.
 

Rumpfiger, kraftvoller Kaltblüter, dem Belgier (Brabanter) nahestehend. Gerader, trockener Kopf. Kurzer, gerader Hals, der in eine mächtige, steile Schulter übergeht; tiefer Aufsatz. Wenig Widerrist, tiefer und tonniger Rumpf mit langer Rückenlinie. Abgeschlagene, kurze Kruppe mit beeindruckenden Muskelmassen und kupiertem Schweif. Starkes Fundament mit derben Gelenken und Behang, große, flache Hufe.  Farben: meist Hellbraune, Lehmfüchse mit Abzeichen, seltener Schimmel.

Die Ähnlichkeit der Rasse mit dem Belgier (Brabanter) kommt nicht von ungefähr. Das Niederländische Kaltblut war schon im Mittelalter ein begehrtes Ritterpferd. Später wurde der so genannte Flamländer dn begehrtes Ritterpferd. Später wurde der so genannte Flamländer durch Brabanter ersetzt. Es entstanden regionale Zuchtverbände in den Provinzen Zeeland, Nordbrabant und Limburg, die sich 1914 zur "Königlichen Vereinigung des Niederländischen Zugpferdes" zusammenschlossen. Während des 1. Weltkriegs gelangte ein großer Teil des belgischen Zuchtmaterials nach Holland, wo es zur Vereinheitlichung und Verstärkung des Typs beitrug. Wie überall, erfolgte ab ca. 1950 ein Niedergang der Zucht, der in den letzten Jahren mit steigender Popularität der Kaltblüter endete. 1987 wurden bereits wieder 1200 Stuten gedeckt, ein Teil der Nachzucht geht als Schlachtvieh ins Ausland.