Quarter Horse

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Quarter Horse

Herkunft:

USA
Stockmaß: 150-155 cm (maximal 160 cm)
Charakter: Mittelgroßes Pferd mit extremer Bemuskelung, kurze Oberlinie und lange Unterlinie, reaktionsschnell mit gleichzeitig gelassenem Temperament, extrem spurtstark, schnellstes Pferd auf kurzer Strecke
Verwendung: Westernreiten, Familienpferd, Wanderreiten (in USA auch Rennen)
Besonderheiten: Gangarten: Schritt, Trab, Galopp
Gangmechanik:

raumgreifend bei minimaler Vorderfußwurzel- und Sprunggelenkaktion (dadurch bequeme Gänge), gewaltiges Beschleunigungsvermögen auf kurzen Strecken, viel Schub aus der Hinterhand, schnelle Reaktionen und hohe Beweglichkeit

 

Das Quarter Horse wurde zwar erst 1941 offiziell als eigenständige Rasse anerkannt, es ist aber in Wirklichkeit die älteste amerikanische Pferderasse, die es gegenwärtig noch gibt.

Im 17. Jahrhundert vergnügten sich Siedler in Virginia und Carolina an Sonn- und Feiertagen damit, auf der Hauptstraße ihres Dorfes Pferderennen durchzuführen. Dabei ging es für gewöhnlich über eine Distanz von einer Viertelmeile (etwa 400 m).

Pferde aus Kreuzungen zwischen einheimischen Chicasaw Indianerponys (Mustangs mit Araber-, Berber-, und Türkenabstammung) und englischen Vollblütern erwiesen sich auf dieser Strecke als überaus schnell. Sie wurden bald zu begehrten Zuchttieren. Eines der Tiere, der 1756 aus England importierte Hengst Janus, gilt als Stammvater dieser Rasse. Janus selbst lief in England über vier Meilen; seine Nachkommen wurden auf der Viertelmeile berühmt.

Bald begann man mit der sorgfältigen Züchtung des Quarter Horse, um ein sehr schnelles Pferd mit der nötigen Beschleunigungskraft für Sprintrennen zu erhalten. Mit Einführung der Vollblutrennen wurden auch die Rennen über eine Viertelmeile immer besser organisiert und noch beliebter.

Das Quarter Horse wurde bald nicht nur aufgrund seiner Schnelligkeit, sondern auch wegen diverser anderer Qualitäten geschätzt. Es ist ein außerordentlich starkes Pferd mit sehr kräftiger Schulter und Hinterhand, das schwere Männer sowie Lasten über weite Strecken tragen kann. Es kann spurten und enge Kurven drehen - ein ideales Pferd, um Vieh zu stellen und einzufangen. Mit den Siedlern gelangte es nach Westen, wo es sich bald als ideales Pferd für die Arbeit auf großen Farmen erwies.

Das moderne Quarter Horse vereint Kraft, Tempo und Wendigkeit mit Intelligenz, außerdem ist es leicht zuzureiten und zu handhaben, weshalb es sehr beliebt wurde. Je nach Aufgabe, für die es bestimmt ist, gibt es verschiedene Quarter-Horse-Arten; ihnen allen sind die rassetypischen Qualitäten zu eigen. Die schwereren Pferde werden für die Arbeit mit dem Vieh, die leichteren für Rennen gezüchtet. Ein solches Pferd beim Viehtrieb zu beobachten, wie es aus dem Stand losgaloppiert, abrupt mit rutschenden Hufen stoppt und wie auf einem »Markstück« wendet, ist ein aufregendes Spektakel.

Die Vielseitigkeit des Quarter Horse wird durch die vielen verschiedenen Wettbewerbe bestätigt, an denen es teilnimmt. Da gibt es die Arbeiter, Springer, Jäger und die Polopferde. Es behauptet sich auch in offenen Wettkämpfen gegen andere Rassen.

Das Quarter Horse ist heute mit zwei Millionen registrierten Tieren die zahlenmäßig bedeutendste Rasse in Amerika. Seine Beliebtheit hat dazu geführt, daß es in alle Welt exportiert wurde. Außerhalb der USA sind weitere 800000 Pferde registriert. Es gibt Züchtungen in Kanada, Südamerika, Australien, England und Südafrika.


QUARTER HORSES IM RENNEN

Das Quarter Horse, benannt nach der Entfernung, die es besonders gut beherrscht, wird immer noch für Rennzwecke gezüchtet. Das teuerste Pferderennen der Welt ist das All American Futurity für dreijährige Quarter Horses. Über die Viertelmeile bleibt das Quarter Horse trotz der Herausforderung durch das Vollblut immer noch ungeschlagen, mit einem derzeitigen Rekord von etwa 20 Sekunden.