Schleswiger Kaltblut

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SCHLESWIGER KALTBLUT

Herkunft:

Deutschland
Stockmaß: 150 -160 cm
Charakter: willig, freundlich
Verwendung: Fahrpferd, Zugpferd
Besonderheiten:  
 

Praktischer Kaltblüter, in Typ und Exterieur dem Jütländer sehr ähnlich, doch etwas leichter als dieser. Ziemlich großer Kopf mit gutmütigem Gesicht und langen Ohren, von einem kurzen, kräftigen Hals getragen. Breite, etwas kurze Schulter, kaum Widerrist. Tonniger, breiter Rumpf, guter Futterverwerter. Nur leicht abfallende Kruppe mit guter Bemuskelung und hohem Schweifansatz. Stabiles, trockenes Fundament, breite Gelenke und weniger Behang als beim Jütländer; große, flache Hufe. Lebhafte Aktion, eifrig und genügsam. Farbe Fuchs mit hellem Langhaar, manchmal auch Schimmel und Rappen, oft Abzeichen.

Das Schleswiger Kaltblut entstand im Schleswig Holstein des 19. Jahrhunderts, um die große Nachfrage nach Pferden zu befriedigen, die als Zugtiere und in der Landwirtschaft benötigt wurden.

Der Schleswiger hat die gleiche Entwicklung wie der benachbarte Jütländer durchgemacht. Nach planlosen Kreuzungen im 19. Jahrhundert wurde 1891 der Verband der Schleswiger Pferdezuchtvereine gegründet. Ziel war die Beseitigung der durch Shires in die Zucht gelangten Mängel wie Hartfuttrigkeit, Übergröße und extremer Fesselbehang. Der Durchbruch gelang mit dänischen Nachkommen des Suffolks Oppenheim; als bedeutendster Linienbegründer gilt Aldrup Munkedal, geb. 1893. Nach dem letzten Krieg erfolgte ein Zuchtversuch mit zwei französischen Kaltblütern, von denen Faust Boulonnais eine neue Linie gründete. Seit 1960 weiterer Rückgang, heute existieren nur mehr rund 100 reinrassige Vertreter.

Bei der Entwicklung dieser Rasse gab es zwei wesentliche Einflüsse: Zum einen durch den dänischen Jütländer, den möglicherweise schon die Wikinger geritten haben und der als Kriegspferd Verwendung fand; zum anderen durch den Suffolk Punch aus England. Zum Ausgleich für einige Mängel der Schleswiger wurden auch andere Rassen wie der Bretone, der Boulonnais (ein eleganter, aktiver Kaltblüter aus Nordfrankreich), der Cleveland Bay und Vollblüter herangezogen. Als Nebeneffekt ergab sich dadurch, dass sie leichter und lebendiger wurden.

Dasekt ergab sich dadurch, dass sie leichter und lebendiger wurden.

Das Schleswiger Kaltblut wurde als Allroundzugpferd in Industrie und Landwirtschaft, aber auch beim Militär eingesetzt, wo es die Geschütze zog.