Sardisches Pony

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Sardisches Pony

Herkunft:

Auf der Giara de Gesturi, einem Hochplateau im Süden der Insel Sardinien/Italien.
Stockmaß: um 120 bis 140 cm.
Charakter:

In kleinen Herden frei und halbwild lebend; trittsicher, ausdauernd und genügsam, energisches Temperament.

Verwendung:

Früher als vielseitiges „Kleinpferd" zum Ziehen, Tragen und Reiten eingesetzt; auch als Fleischlieferant. Heute vor allem als Reitpony verwendet.

Besonderheiten: Ausdauernder Trab
 

Kleines, drahtiges Pony mit unverkennbarem orientalischen Einfluss. Ausdrucksvoller Kopf, mittellanger, gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter, tiefer Rumpf mit gefälliger Oberlinie. Trockenes, festes Fundament mit harten Hufen. Vor allem Rappen, Dunkelbraune, Braune.

Diese Ponys leben in den Bergen Sardiniens und gelten als Nachkommen der hier seit Jahrhunderten lebenden Pferde. Es sind keine Wildpferde, sondern verwilderte Pferde. Sie kamen einst mit numidischen und karthagischen Eroberern auf die Insel, denen Spanier für 400 Jahre folgten. Jeder brachte seine Pferde mit. Ihr Lebensraum ist die Giara, ein etwa 50 kmchte seine Pferde mit. Ihr Lebensraum ist die Giara, ein etwa 50 km/2 großes Gebiet, dessen freie Flächen mit Felsbrocken und Geröll übersät sind. In den Mulden der Hochebene bilden sich in der Regenzeit auf dem undurchlässigen Basaltuntergrund große, flache Seen, deren Sumpf- und Wasserpflanzen Nahrungs-- und Lebensquell für die hier lebende Tierwelt sind. Die ca. 600 Ponys leben in kleinen Familienverbänden und ernähren sich hauptsächlich von diesen Sumpf und Wasserpflanzen, die sie sogar unter Wasser abweiden, wozu sie bis zu 15 Sekunden mit den Nüstern unter Wasser bleiben können. Einmal jährlich werden die Pferde durch ihre Besitzer eingefangen. Früher wurden die Fohlen dann gebrannt, heute werden sie tierärztlich versorgt und Überzählige an die Regionalverwaltung verkauft.