Schwedisches Warmblut

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Schwedisches Warmblut

Herkunft:

Schweden
Stockmaß: 150 - 160 cm
Charakter: Intelligent, gehorsam, vernünftig, mutig
Verwendung: Wagenpferd, Reiten ( Dressur - Springen )
Besonderheiten: Kleiner Kopf, mittellanger Hals, sehr kräftige, schräge Schultern, viel Gurttiefe, gerader Rücken, runde Hinterhand, schlanke Beine mit kurzen Röhren.
Gangmechanik:  

 

Modernes, vielseitiges Warmblutpferd. Ausdrucksvoller, nobler Kopf, gut geformter und aufgesetzter Hals und ausgeprägter Rist. Lange, schräge Schulter, harmonische Oberlinie, kräftiger Rücken. Muskulöse, manchmal etwas kurze Kruppe; kompakter, tiefer Rumpf. Gute Gliedmaßen mit exzellenter Hebelung, ausreichende Knochenstärke, korrekte Gelenke rund Stellung. Hervorragende Grundgangarten, schwungvoll und raumgreifend; selten mehr als durchschnittliches Springvermögen; ideales Dressurpferd. Alle Farben, doch meist Füchse mit großen Abzeichen.

Die ersten Spuren, die auf die Anwesenheit von Pferden in Schweden schließen lassen, gehen bis ungefähr 2300 v. Chr. zurück. Die Hinweise reichen aber nicht aus, um zu bestimmen, welche Pferde es genau waren. Das Schwedische Warmblut entstand erst vor etwa 300 Jahren, es wurde vorwiegend als Kavalleriepferd genutzt. Importierte Orientalen (wie etwa Berber und Araber), Andalusier- und Friesen-Hengste wurden später mit einheimischen Stuten gekreuzt. Die Rasse wurde am Ende durch Vollblut, Trakehner und Hannoveraner-Hengste abgerundet.

Unter König Gustav 1. fanden erste Versuche statt, die schwedische Zucht zu organisieren und das vorhandene uneinheitliche Zuchtmaterial zu verbessern. lm 17. Jh. weitere Importe von spanischen, englischen, orientalischen und friesischen Hengsten. Nach wechselvoller Geschichte, in der englische Voll- und Halbblüter zunehmend an Bedeutung gewannen; wurden zwischen 1880 und 1920 372 deutsche Hengste eingeführt. Heute eine gelungene Mischung von Hannoveranern, Trakehnern, Vollblütern und alten schwedischen Linien. Wichtigste Linienbegründer: Drabant, Gaspari und.Iovial. Steigender Einfluß holsteinischer, holländischer und belgischer Pferde (Gestüt Zangersheide), um die Springanlagen zu verbessern. Ein modernes Leistungsprüfungsmodell sichert die Qualität, der Exportanteil steigt; besonders beliebt als Dressurpferde.

1894 wurde das Zuchtbuch für die neue Rasse eröffnet. Bis heute werden alle Hengste einem rigorosen Test unterzogen, bei dem Körperbau, Charakter und Leistung darüber entscheiden, ob sie zur Zucht zugelassen werden. Ihre Fähigkeiten beim Springen, bei Querfeldeinrennen, bei der Dressur und als Wagenpferd werden ebenfalls begutachtet.

Durch strikte Auslese ist eines der besten Sportpferde der Welt entstanden. Es ist ein kräftiges und athletisches Pferd mit ausgezeichnetem Körperbau und gerader, extravaganter Aktion, das sich beim Springreiten, bei der Military und in der Dressur hervorgetan hat. Wegen seiner Erfolge setzt das schwedische Olympiateam nur Schwedische Warmblüter ein.